Glockenkonzert

2016 hatte ich das große Glück in Soest ein Glockenkonzert organisieren und leiten zu dürfen. Ich möchte deshalb den christlichen Kirchengemeinden der Stadt Soest danken, dass sie sich auf meine im ersten Moment „verrückte“ Idee einließen und mich dann haben „machen“ lassen.


Die Läutemannschaft von St. Patrokli (Foto: Hildesheimer Kirchenzeitung)

Soest besitzt mit Bamberg einen der umfangreichsten historischen Glockenbestände in Deutschland. Herausragend ist hier unter anderem die Anzahl von sechs mittelalterlichen Glockentürmen und drei Kapellen mit insgesamt 41 Glocken des 12. bis 20. Jahrhunderts im Gebiet der Soester Altstadt. Eine besondere Bedeutung hat dabei das St. Patrokli-Münster, in dessen Turm sich allein noch fünf mittelalterliche Glocken befinden.

So entstand die Idee, ein Glockenkonzert mit dem gesamten historischen Geläut der Stadt durchzuführen. Doch neben dem besonderen Glockenbestand der Altstadt sollten den Besuchern auch die verschiedenen Läutearten und -techniken zu Gehör gebracht werden. Eine besondere Rolle spielten dabei die historischen Handläutetechniken.

Um das Wissen über diese Läutearten und -techniken wieder in die Gemeinden zu bringen, bestritten nicht (nur) die Küster der jeweiligen Gemeinden das Glockenkonzert, sondern für die ausgewählten  Glockentürme  wurden Läutemannschaften aus interessierten Gemeindemitgliedern gebildet und während der Vorbereitung des Konzerts geschult und trainiert.

Das Konzert selbst war ein großer Erfolg.
Aus dem Soester Anzeiger (2. Foto WDR):

Soester Glockenkonzert zog mehr als 1000 Besucher an
01.08.16 19:00
Soest – Auf dem Petrikirchhof war es ähnlich voll wie beim Gloria-Singen – nur dass sich die Nachbarn diesmal gegenseitig sehen konnten. Auf dem Potsdamer Platz mussten die Autos wegen der unübersehbaren Menge anhalten. Und an der Paulikirche fasste der kleine Park kaum alle Zuhörer: Dass der Klang von 41 Soester Glocken am Sonntagnachmittag mehr als 1 000 Menschen auf die Beine bringen würde, damit hatte wohl niemand gerechnet
Propst Josef Heers wurde neidisch, als er zum ökumenischen Eröffnungsgottesdienst aus der Sakristei trat: „Sein“ Patrokli-Dom war proppenvoll. Selbst in den Gängen standen Menschen dicht an dicht. Das gibt’s sonst nicht mal zu Weihnachten.

Ich danke allen Aktiven des Konzerts auf den Türmen, den Beteiligten am Gottesdienst sowie allen Unterstützern und Sponsoren, die das Konzert überhaupt erst ermöglicht haben.

Vor allem aber danke ich den Bewohnern der Soester Altstadt für ihre Geduld, das Läuten der Glocken während der Übungsstunden auch einmal zu ungewöhnlichen Zeiten ertragen zu haben.

Interview mit dem Hellweg-Radio

Bericht des WDR-Radio vom Konzert

Bericht der Kirchenzeitung Hildesheim

Bericht der Wochenbeilage Soest

Flyer des Glockenkonzerts

 

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